Was ich letzte Woche erfahren habe - Von Krankenkassen bis zur Intuition


Nicht wundern, dass momentan so viele Einträge kommen. Ich habe jetzt noch zwei hier liegen und dann bin ich wieder im ganz normalen wöchentlichen Takt. 


Wer hat es nicht schon einmal gehört, dass stark Übergewichtige und Raucher höhere Krankenkassenbeiträge zahlen sollen, weil sie sich ja durch eigenes Verschulden in eine Risikogruppe befördern. 
Bis jetzt  habe ich mich aus dieser Art Diskussion herausgehalten, wusste ich nicht ganz gegen die Argumente anzukommen, oder war schlicht desinteressiert. Schließlich kam dann meist auch schnell der Übergang zu den Sportarten, bei denen man ruckzuck im Gips landen kann. Ihr wisst schon ... Reiten, Skifahren ...
Jetzt weiß ich, dass unser Krankenkassensystem auf dem Solidarprinzip basiert und auch bitte dabei bleiben sollte. Wenn wir erst einmal mit selbstverschuldeten Risikogruppen anfangen, dann schlagen die Wellen hoch.
Ich habe noch nie jemanden getroffen, der sich mit einem drastischen Übergewicht wohlfühlt und die meisten Raucher in meinem Umfeld haben schon x-mal versucht mit dem bauen Dunst aufzuhören. Sind Alkoholsucht. Magersucht und Drogenprobleme auch selbst verschuldet? Sollten Süchtige daher auch höhere Beiträge leisten müssen? Weil sie doch jederzeit aufhören könnten? Nein, klingt ein bisschen absurd und realitätsfern, oder?
Süchte basieren auf einem Bedürfnis und unterbewussten Programmen, von denen wir in der Regel nicht so einfach runterkommen, zumindest meist nicht ohne professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen oder einer übermäßig großen Motivation. Wenn ich eins begriffen habe, dann das wir alle programmiert sind und viel komplexere Mechanismen in uns arbeiten, als wir uns bisher vorstellen können.
Warum fordert aber niemand den Staat auf, die Krankenkassen mit den Geldern zu sponsern, die sie an Alkohol- und Tabaksteuern einnehmen? Warum werden gesunde Lebensmittel nicht steuerlich entlastet oder gefördert? Böse, wer hier Übles denkt – Rentner kosten …
Es ist eben nicht so fair und simpel zu fordern, alle die zu dick sind, haben es nicht anders verdient, als höhere Abgaben zu zahlen. Bestrafen wir damit nicht die, die eh schon von der Gesellschaft pausenlos verspottet und niedergemacht werden? 
Besonders Frauen trifft das Übergewicht extra hart, werden von den Medien und der Umwelt als unattraktiv wahrgenommen und dargestellt. 
Sogar der britische Diätarzt Cecil Webb-Johnson sagte 1923: "Ein dicker Mann ist ein Witz. Eine dicke Frau ist ein doppelter Witz - zum eigenen Hohn und Spott und auf Kosten ihres Mannes."
Jeder fettleibige Mensch weiß, dass jedes überflüssige Kilo den Körper/Gelenke belastet und wird versuchen dagegen anzukämpfen. Aber Gewicht allein sagt ja mittlerweile, wie wir wissen, nichts über den Grad an Fitness aus. 
Auch sei angemerkt, dass ich reichlich Menschen kennengelernt habe, die sich selbst verletzen. Die sich mit einer Rasierklinge, Fingernägeln und Messern Wunden zufügen. Ja, sie machen es mit Absicht, aber ganz sicher nicht zum Spaß.
Und was genau ist eine Risikogruppe eigentlich? Müssten wir dann nicht überprüfen, ob nicht bereits in den Genen schon ein Risikopotenzial lauert? Wo fängt das Risiko an und wo ist die Grenze? Was ist mit Depressionen oder Süchten, die durchaus schon in den Genen liegen könnten? (Zumindest nach meinem Wissensstand).
Da ich diese Debatten tausendfach im ‚netten und kleinbürgerlichen‘ Grillabendkreis gehört habe, fand ich es an der Zeit, mich jetzt mal intensiver mit dem Thema zu beschäftigen und für mich eine klare Meinung zu definieren. 


Leute, es gibt registrierte Cyborgs! Ihr mögt es bereits wissen, aber ich wusste es nicht. Ich habe die Mischlinge aus Maschine und lebenden Wesen noch immer fleißig in der Schublade Sci-Fi verstaut und dort musste ich sie jetzt rausholen. 
Gesundheitliche Schwächen durch die neusten technischen Errungenschaften zu verbessern oder zu beheben, finde ich großartig.  Ich weiß nur nicht, ob man gesunde Menschen ermutigen sollte ihre Sinne technisch aufzurüsten, um noch mehr aus dem Dasein herauszuholen. 
Wir leben ja als reine Menschen noch nicht einmal unser volles Potenzial aus, warum dann schon nach mehr streben? Aber ich habe früher auch nicht begriffen, warum wir den Weltraum erforschen, wenn wir die Erde nicht einmal kennen. Aber anderseits, muss man ja erst sein Land verlassen, um wirklich zu wissen, wie das eigene Land beschaffen ist. Also warum dann nicht der Weltraum? Wie immer, ist es eine Frage des persönlichen Standpunktes. 
Trotzdem solltet ihr euch Neil Harbisson nicht entgehen lassen. Er hört Farben mit Hilfe der Technik, anstatt sie sehen zu können und wurde zum ersten offiziellen Cyborg.
Ganz ehrlich? Ich würde bei diesen Farbtönen wahnsinnig werden, aber sein Vortrag ist sehr interessant und ihr solltet ihn euch mal ansehen.



Epikur meinte, wir sollten unser Leben sehen, wie ein Essen. Wir sollten nicht die größte Menge wählen, sondern die schmackhafteste. Also lieber französisches Restaurant, als XXL-Laden. Für mich klingt das alles ein wenig nach ‚LFDY – LIVE FAST DIE YOUNG‘ (so beliebt, dass es für den Spruch sogar ein Kürzel gibt).
Wir verehren eine Menge Leute, die nach dem kurzlebigen aber reichhaltig, aufregendem Leben strebten und nach diesem Prinzip auch gelebt haben, die alles auf eine Karte setzten und dabei dann sehr denkwürdig von der Bühne des Lebens abtraten. Man schaue sich da nur den berühmten Club 27 an. Amy Winehoue, Janis Joplin, Kurt Cobain ... Aber waren sie wirklich glücklich mit ihrem Leben auf der Überholspur? War das Lebens-Menü wirklich so schmackhaft, das ihnen angeboten wurde? Sex, Drugs & Rock’n’Roll?
‚Live life to the fullest‘, propagiert Richard Branson und ich glaube schon, dass dies bei ihm ganz gut klappt. Das Beste aus seinem Leben herausholen, ja das wollen wir doch alle, aber dafür muss es ja nicht gleich ein kurzes sein.
Sicher hatte das Epikur auch nicht im Sinn, schließlich wurde er über 70 Jahre alt, aber es zwang sich bei mir der Gedanke auf, an jene auf der Überholspur zu denken. Für all jene die meinen, dass das schmackhafteste Leben aus Party und Überfluss besteht.
Doch es bleibt dabei, ich will auch eine richtige XXL-Portion schmackhaftes Leben, schöne Momente, spektakuläre Landschaften, das Gefühl vor Glück zu platzen. Ist es denn so falsch beides zu wollen? Man muss sich doch nicht immer nur für Extremes entscheiden, außerdem gibt es noch immer etwas dazwischen. Wie Lagerfeld meinte: ‚Zwischen Erfolg und Misserfolg gibt es auch noch was‘.


Gott, gib mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann, den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann, und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden. – So heißt es zumindest im Gelassenheitsgebet, das ich schon seit vielen Jahren liebe und schätze.
Jetzt kommt wieder dieses Thema auf mich zugerutscht – Akzeptanz! Nämlich genau die Dinge hinzunehmen, die man nicht ändern kann. Das ist schwerer als wir vielleicht denken, und ich erinnere mich daran, wie ich vor zwei oder drei Jahren erhebliche Startschwierigkeiten mit Byron Katies ‚The Work‘ hatte, die ja letztlich nichts anderes sagt.
Ich mag es Dinge unter Kontrolle zu halten, aber gerade, wenn es um das Leben an sich geht, ist es nun mal nur bedingt möglich und eben da braucht es eine gehörige Portion Akzeptanz.
In unserer Gesellschaft ist es sehr ehrenwert, wenn wir auch noch auf verlorenen Posten kämpfen. Wir leben in einer ‚das schaffen wir‘ und ‚positiv denken‘ Gesellschaft. Versagen kann und wird nicht akzeptiert. Es gibt doch immer einen Ausweg! Aber gibt es den wirklich? Immer?
Kämpfen mag wichtig sein in zahlreichen Belangen, und ich komme auch nicht umhin, es oftmals als bewundernswert zu empfinden, doch der ständige Kampf laugt aus und macht krank. Vor allem, wenn es ein Kampf mit uns selbst ist oder Dinge, die wir tatsächlich nicht ändern können, wie den Tod eines geliebten Wesens.
 Selbst Disney hat seinem Dschinni Grenzen gesetzt und das hatte sicher einen guten Grund. So kann der mächtige Flaschengeist niemanden von den Toten zurückholen, und er kann auch niemanden in dich verliebt machen. War da noch ein dritter Punkt? Ich weiß es nicht mehr genau.
Letztlich bringt es nichts, ständig mit der Realität zu streiten, wie es Byron Katie immer auf den Punkt bringt, und ich selbst habe oft die Erfahrung gemacht, dass ich meine Situation erst akzeptieren musste, bevor es besser werden konnte. 
Gereizt zu sein, wegen Umständen, die sich nicht ändern lassen, baut nur Blockaden auf und zieht unnötig Energie, die man dann, wenn man das Ruder wirklich rumreißen könnte, vielleicht dringend bräuchte. Außerdem heißt es doch, dass in der Ruhe die Kraft liegt und die bekommen wir nur, wenn wir zumindest für den momentanen Zeitpunkt, den Stand der Dinge erst einmal akzeptieren, nicht weil wir nicht kämpferisch genug waren und nicht positiv genug dachten, sondern gerade weil wir versuchen diesen heutigen ‚Tugenden‘ zu entsprechen. Schaffen wir es nicht, müssen wir uns notgedrungen geschlagen geben und dann kommen sofort Schuldgefühle auf. Hätte ich nur... Warum kann ich nicht ... Warum bin ich so unfähig? Man kennt ja diese Selbstgespräche...
Ich tue mich schwer mit dem Thema Akzeptanz. Dieser goldene Mittelweg, der gefunden werden will, scheint sich vor mir noch versteckt zu halten.
Ein paar Experten empfehlen, sich eine Liste mit all den Dingen anzulegen, die man nicht akzeptieren kann/will, und sie sich dann genau zu prüfen. Kann man wirklich etwas ausrichten? Was würde man gewinnen? Lohnt sich der Kampf? Brauche ich mehr Kraftreserven dafür? Sollte ich nicht einfach mal für ein paar Tage aussetzen mit dem ständigen Grübeln darüber? Sollte ich mich nicht einfach mal ins Schicksal fügen und schauen, ob sich dann nicht spontan ein Ausweg ergibt? Klopfe ich hier gegen eine Wand und durch die Überfokussierung nicht die Tür sich für mich längst geöffnet hat? 
Ständig im Krieg mit sich selber oder anderen zu liegen, klingt nicht nach einem schönen Leben, zumindest nicht für mich. Ein paar Bekannte brauchen jedoch den Krieg (Streit), um sich wohl zufühlen. Menschen sind halt verschieden ... Und Watson aus der BBC Serie ‚Sherlock‘ ist ja auch kein schlechter Mensch, nur weil er den Krieg nicht vermisst, sondern dieser ihm fehlt.



Diese Woche fand ich auch das Thema Intuition immens spannend. Neue Definition dafür: Intuition ist gefühltes Wissen.
Frauen geben es ja eher zu, wenn sie sich aus dem Bauch heraus entscheiden, ohne lange die Für und Wider abzuwägen. Ihnen wird ja auch dieses sensible Wesen nachgesagt, dabei sind Männer wohl genauso treffsicher in ihrer Intuition, verstecken sich aber lieber hinter Fakten. 
Hinter Fakten/Daten/Statistiken kann man sich nämlich wunderbar verstecken. Alles logisch, ablesbar und jederzeit wieder abrufbar, wenn man in Beweisnot für die falsche Entscheidung gerät. Bei der Intuition sieht es aber anders aus, da trägt man dann die folgenschwere Last für den eingeschlagenen Weg auf den eigenen Schultern.
Interessant fand ich jetzt den Aspekt, dass man sich auf seinen Instinkt bei all den Dingen/Situationen verlassen sollte, mit denen man vertraut ist. Wir können nur wirklich gute Entscheidungen intuitiv treffen, wenn wir Kenntnisse haben und diese längst im Gehirn/Unterbewusstsein verankert sind. 
Kenne ich mich also nicht mit dem Meer aus, sollte ich mich nicht beim Thema Ebbe und Flut auf mein Gefühl verlassen, sondern lieber dem Gezeitenplan ansehen.
Es geht hierbei nicht um Buchwissen, sondern um all unsere kleinen Aha-Erlebnisse unseres Lebens – also letztlich dem Sammelsurium unserer Erfahrungen. Wer sich einmal am Backofen verbrannt hat, geht danach deutlich vorsichtiger damit um. 
Dabei sind es vermutlich ja nicht einmal nur unsere eigenen Erfahrungen, auf die wir uns da via Intuition verlassen! Jede Spinne muss ja nicht erst lernen und begreifen, ein Netz zu weben, es liegt ihnen im Blut. Ebenso wie Schwalben und andere Tiere ein inneres Navigationsgerät zu haben scheinen. Sogar Traumata unserer Eltern/Großeltern können via Gene an uns weitergegeben werden.
Intuition ist also ein manchmal rasend schneller Abgleich all unserer gespeicherten Informationen. Natürlich kann es da zu Fehlern im System kommen, einmal von einem Dackel gebissen, wird womöglich jeder Dackel nun als gefährlich eingestuft, aber dennoch hat das Bauchgefühl nicht ganz umsonst einen solch guten Ruf, auch wenn wir nur selten dazu stehen wollen. Vorurteile und Schubladendenken sind zwar unvermeidbar, aber was ist schon fehlerfrei?
Osho meinte, dass Bauchentscheidungen freundlicher und großzügiger sind. Nachdenken, mache uns kritischer und blockiere uns. Dieses ganze Abwägen mache uns egoistischer. Ich habe es schon oft erlebt, dass im ersten Moment etwas zugesagt wurde, oder die Menschen begeistert waren und dann später mit logischen Gründen kamen, warum es angeblich doch nicht funktionieren könnte. Und ich habe das nicht nur bei anderen beobachten können, sondern auch bei mir selbst. Macht nicht oftmals erst der Versuch klug? Wie Richard Branson so gerne sagt: 'Screw it, let's do it!'
Das was mich hierbei begeisterte, ist die Erkenntnis, dass ich Wissen und Erfahrungen haben sollte, um bei gewissen Situationen über eine gute Intuition zu verfügen.


So und das war es auch schon! Bis zum nächsten Mal!


Kommentare

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  2. Niemand will übergewichtig sein, niemand will Depression haben, niemand will selbstmordgefährdet sein und trotzdem trifft es alle Schichten und sämtliche Länder dieser Welt. Ich weiß nicht mehr genau den Spruch, aber es ging ungefähr so:

    "Dear bullies, see that boy you made fun of for reading a book? Last night his best friend committed suicide. See that girl you called fat? Shes starving herself. See that old man you made fun of cause of the ugly scars? He fought for our country. See that boy you made fun of for crying?..."

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  3. The Glimpse von Merle Claire geht ja auch auf das Thema ein, wie die Welt wäre, wenn wir schon wüssten, welche Süchte und welche psychologischen Probleme wir hätten. In dem Buch wird sehr anschaulich beschrieben, wie die Welt sich in zwei Teilen würden, wenn es die "Normalen" gäbe und die "mentally challenged". Es geht auch darauf ein, dass diese mentalen Probleme schon in den Genen liegen und darum werden auch zwei Gruppierungen gebildet. Die Privilegierten, die scheinbar keine Veranlagung dafür haben und die anderen, die krank sind. Es zeigt auch, wie anders die Leute mit einem dann umgehen und auch das Risiko, dass andere ausgegrenzt und sogar aus den besseren Vierteln verbannt werden, weil man Angst hat, das es doch irgendwie ansteckend sein könnte, wenn man sich mit diesen Menschen befasst.

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  4. Ich höre auch immer gerne Beiträge über die Paralympischen Spiele z.b. oder auch über Innovationen bei Otto Bock und Ähnliches :).

    Ich bin da auch sehr zweigeteilt. Einerseits glaube ich, das es ja spannend ist, das Beste aus sich herauszuholen und auch die Technik zu verbessern und auch die Weltraumforschung. Andererseits sehe ich auch sehr viele Probleme hier auf Erden, die manchmal ziemlich vernachlässigt werden und ich mag den Gedanken nicht, dass vielleicht nur nach einem anderen Planeten gesucht wird, nach einer so genannten zweiten Erde, damit wir einen Ausweichplan haben. Um ehrlich zu sein, gefällt mir das ganz und gar nicht. Aber ändern kann man das nicht und es ist natürlich der persönliche Standpunkt, was einen wichtiger ist. Ich bin ja auch überzeugt, dass wir uns auch alle mehr emotional und geistig weiterbilden müssten, bevor wir weitere technische Sprünge durchführen. Der Vortrag von Neil Harbisson hört sich sehr interessant an. Werde ich auf jeden Fall weiterverfolgen und mir auch anschauen. Vielen Dank fürs Teilen :).

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  5. Ich glaube auch, die Antwort liegt in der Mitte. Weder das schnelle Essen, noch nur das Luxus essen kann uns glücklich machen. Genau das gleiche trifft auf das Leben zu. Manchmal ist das einfache, aber leckere Essen genauso gut wie das haute cuisine. Vielleicht trifft das haute cuisine sogar gar nicht unserem Geschmack oder ist das, was wir wirklich benötigen oder brauchen. Ich denke, live to the fullest hört sich auch sinnvoller an als live fast die young. Man sollte das Beste herausholen, aus der Situation und aus sich, das heißt aber nicht unbedingt, dass es unbedingt das Beste oder das Anspruchsvollste sein muss, sondern es muss zu einem passen und einen ergänzen. So will ich es jedenfalls interpretieren und verstehen :).

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  6. Hallo Sina,

    Vielen Dank für den interessanten und aufschlussreichen Beitrag.

    Sorry für die ganzen Wiederholung, habe sie erst jetzt gesehen. Da hat mein Handy mal wohl wieder gespinnt.

    Sorry, dass ich erst jetzt schreibe. Es ging mir nicht ganz so gut. Aber jetzt bin ich in der Kur und es ist schon etwas besser.

    Ich finde es schön, dass du viel postest. Kann es aber auch verstehen, wenn du mal nicht so viel Zeit hast. Wir alle brauchen mal unsere Pausen.

    Ich mag unser Solidaritätsprinzip sehr gerne. Daher finde ich es unangebracht, wenn unser Krankensystem sich verändern sollte zum Schlechteren. Ich stelle mir nur vor und schaudere, wenn ich an die Geschichte einer meiner Freunde in Amerika denke, die ihre vier Weisheitszähne gleich entfernen musste, damit sie weiterhin versichert blieb und und ihren Zuschuss für ihre Nierenmedikamente weiterhin erhielt. Ich glaube, wenn wir zu sehr in Risikogruppen denken, dann sind wir nicht besser als die Kinder auf dem Schulhof, die sich in sozialen Gruppierung verlieren und auch einsortieren. Natürlich gibt es Gründe, warum es schlecht ist, z.b. übergewichtig zu sein oder zu rauchen. Ich würde aber nicht jeden gleich so über den Kamm scheren, weil man ja auch nicht wissen kann, warum derjenige oder diejenige übergewichtig oder Raucher geworden ist. Alleine wenn ich daran denke, dass Übergewicht z.b. auch sehr durch Hormone beeinflusst wird oder wir auch mehr durch unsere Launen und Denkmuster beeinflusst werden, als wir wollen Komma kann ich niemanden einfach so verurteilen, ohne dass ich weiß, warum dem so ist. Ich halte mich auch eher zurück aus diesen Diskussionen, weil ich schlechte Erfahrung gesammelt habe mit Menschen, die zu gerne andere in Schubladen packen

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  7. Ich liebe auch das Gelassenheitsgebet. Es ist eins meiner favorite. Ja, Akzeptanz ist wirklich schwieriger, als man so glaubt. Kontrolle ist häufig eine Illusion, weshalb es ja auch nicht wenige Songs und Ähnliches gibt mit wie let go... Ich glaube nicht, dass man immer kämpfen sollte. Manchmal ist es die klügere Wahl, von der Situation Abstand zu nehmen und einfach wegzugehen. Ich glaube, the secret sagt auch, dass man sich erst akzeptieren muss, bevor es besser werden kann. Erst muss man dankbar sein mit der Situation, bevor man andere positive Dinge in seinem Leben befördern kann. So einfach gesagt, so schwierig manchmal durchgeführt. Ich glaube, Listen zu führen ist wirklich gut, auch um den eigenen Erfolg ein bisschen zu sehen und auch, weil der innere Kritiker einen häufig schlechter dastehen lässt als man ist. Ich glaube, dass viele Streit und Rahmen mit Spannung verwechseln und Leidenschaft. Nicht ohne Grund, ist ja auch die Leidenschaft und Wut nahe beieinander im Gehirn. Bei manchen ist es wohl auch so verknüpft, dass sie diese Kombination auch tatsächlich brauchen zum Leben. Jedenfalls habe ich das mal gelesen in einem Magazin, dass sich mit Psychologie und Philosophie beschäftigt. Es gibt ja auch Leute, die einen inneren Druck verspüren, der sie antreibt, wenn sie zu viel entspannen oder zu viel Ruhe ist. Ja, zu dem Thema habe ich auch gelesen, dass Empathie auch viel mit Spiegelneuronen zu tun hat. Das heißt, dass wir die Gefühle eines anderen gut reflektieren können und somit deuten, wenn wir empathiefähig sind. Das ist ja eigentlich auch nur Wissen, was durch den Körper vermittelt wird und wir mit der Erfahrung checken und somit deuten.

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  8. Ich kenne das auch zu gut, dass wenn ich unsicher bin, eher Faktenwissen präsentiere als Emotionen zugebe. Ich beschäftige mich auch mehr mit Sachbüchern, wenn es mir schlechter geht und ich nicht das Geschehene zu sehr reflektieren will. Ich glaube auch, dass man nur intuitiv arbeiten kann, wenn man eine Ahnung oder mehr Wissen hat von dem Thema. Ansonsten ist man ja gar nicht so sehr in dem Thema und man kann auch nicht ein Gefühl dafür entwickeln. Ich habe auch mal gelesen, dass das Stammhirn Erinnerungen früherer Generationen, die bis zur Steinzeit zurückgehen, hat . Das heißt, dass wir z.b. Gesichter sehen, die uns unbekannt vorkommen im Traum, die es aber tatsächlich gegeben hat. Ich denke dann auch häufiger daran, dass selbst der der perfekteste Kreis, nicht ganz rund oder vollkommen ist. Wir müssen nur das Mikroskop rausholen und schon sehen wir, wie ungerade bzw unvolkommen das Ganze aussieht. Es ist alles eine Illusion. Aber irgendwie ist doch das auch erleichternd.

    Viele liebe Grüße und ein schönes Wochenende noch. Hoffe es geht Dir bald besser. Butterfly

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